14 Februar 2016

und schon wieder ertappe ich mich dabei, worte in dieser form niederzuschreiben, sie nach kurzer zeit zu verwerfen und den internetbrowser einfach zu schließen. aus den augen, aus dem sinn. verdrängen klappt ohnehin immer wunderbar. bis es denn letztlich alles viel zu viel wird und man den überblick verliert.
einerseits möchte ich sehr gerne an meiner derzeitigen situation etwas ändern. mich ändern. weiter gehen. die steine, die mir stetig in den weg gelegt werden, nutzen, um einen weg für das weiterkommen zu pflastern. doch immer wenn ich beginne etwas in die hand zu nehmen, verlässt mich nach kurzer zeit die motivation und ich höre wieder auf. verschließ es am besten hinter schloss und riegel, um es nie wieder zu sehen. um nicht an das "scheitern" erinnert zu werden.
wie schon beschrieben. ein angefangener post wird einfach geschlossen und nie wieder begutachtet. angefangene hausaufgaben werden in die unterste schublade der kommode verbannt. das angefangene bild wird von der einen sekunde auf die andere zerrissen und landet in der papiertonne. freundschaften enden, weil ich mich nie wieder melde. ich beginne eine art konversation und antworte nicht. lese die nachrichten und verdränge diese. und soweiter. dies ist derzeit meine art.
ich sitze tagtäglich im unterricht. habe relativ neutrale bis ganz gute laune. doch im handumdrehen ändert sich diese zu komplett depremiert oder aggressiv. ein einziges wort reicht. eine einzige mimik oder gestik bringt mein kopf zum rotieren und durchdrehen.
doch wo finde ich den fehler? woher kommt dieser fluchtinstinkt, wenn etwas nicht so verläuft, wie ich es mir gerade wünsche?
ich würde am liebsten in gefühlt tausend situationen abhauen. nach hause in mein bett, rollo runter, licht aus und mit dem kopf unter die decke.
wenn mein kopf wieder zur besinnung kommt, bereue ich dieses egozentrische verhalten. habe schlimme gewissensbisse und weiß nicht so recht, wie ich all das wieder gut machen soll.

ich werde nun zum märz meine pille hoffentlich wechseln. vielleicht ist dies schon des rätsels lösung?  vielleicht ist mein körper gerade nicht in der lage, mit diesen homonen umzugehen.
einerseits sprudel ich über vor liebe, glück und guter laune doch andererseits habe ich das gefühl, mich selbst zu verlieren, obwohl ich mich doch noch nicht einmal gefunden habe...
ich bin seit eineinhalb jahren ein emotionales wrack. schlimmer denn je. und ich weiß nicht ganz, wie ich das ganze angehen soll.
in den letzten sommerferien habe ich mir ganz viel zeit für mich und meine gefühle und gedanken genommen. bin dann letztlich zu dem entschluss gekommen, dass ich derzeit nichts daran ändern kann und diese situation radikal akzeptieren muss.
sicherlich könnte ich die ausbildung abbrechen und gehen. irgendwo hin, wo mich keiner kennt und ein neues leben anfangen. doch dann wäre die ganze harte arbeit in den letzten jahren umsonst gewesen. also, zähne zusammen beißen und los gehts!

ich muss endlich aufhören daran zu zweifeln. aufhören zu denken, dass dies nicht mein weg sei. denn das ist er. an guten tagen sehe ich das ziel ganz klar vor meinen augen und weiß, wohin ich will. doch an anderen tagen, wo der nebel so dicht vor mir steht und mir der regen so dermaßen ins gesicht peitscht, dass es weh tut, weiß ich nicht, wo oben und unten ist. ich sehe nichts und weiß nicht, wohin ich gehen muss, um weiter zu kommen. ich fühle mich hilflos und alleine. doch das bin ich nicht. ich habe ganz wundervolle menschen an meiner seite, die mich lieben und unterstützen. und das muss ich mir einfach jedes mal wieder ganz klar vor augen führen. ich bin verdammt noch einmal nicht alleine und das ist genau mein weg. genau das, wo mein herz mich hinführt.
ich muss verdammt noch einmal aufhören, ständig flüchten zu wollen. die zähne zusammenbeißen und mir mächtig in den allerwertesten treten. das leben ist nicht immer toll und einfach. es ist anstrengend und nervig. unfair und scheiße. zumindest von diesem standpunkt aus betrachtet.
und weißt du was, liebe chrissie? du musst jetzt einfach da durch. du nimmst deine liebsten an die hand und gehst diesen beschissenen weg bis du an einem neutralen standpunkt bist, von dem du deine welt selbst gestalten kannst. voll mit liebe!

... all you need is love. 

pohlmann - steine im weg ... ♥

So manches geht mit Leichtigkeit: ein Anfang der war schnell gemacht.
Unvorbereitet, und doch bereit, fiel es leicht von der Hand ab.
Ach, könnt das Leben doch so einfach sein: ständig verliebt und immer leicht betrunken,
essen was du willst ohne fett zu sein, und in den schönsten Gedanken versunken...
Ach nein, da gibt es immer immer dieses Auf und Ab.
Wer hat sich das bloß ausgedacht?
So Vieles, das erstrebenswert, sich ohne Mühe mir verwehrt.

Komm, reg dich nicht auf über Steine im Weg!
Wer hat denn gesagt, dass das einfach so geht?
Und läuft es mal von selbst, oh Mann,
dann bedank dich, mach nen Knicks, und fall auf die Knie.
Sei froh, dass es von selber ging, denn sowas passiert selten... bis nie.

Hast du zuviel Tiefgang für flache Gewässer, bist zu doof fürs offene Meer?
Denkst du jetzt, du kannst es schon besser, kommt jemand vorbei und macht es besserer…
Das ist das Gesetz des Widerstandes, und wenn du auch mal wieder strandest,
Pessimismus ist nicht angebracht, weil man ja eh muss: wir sind so gemacht.
 

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