30 Dezember 2015

manchmal sitze ich da und frage mich, was dieser ganze blödsinn eigentlich soll. wozu ich überhaupt hier bin und wohin es eigentlich noch gehen soll. warum gibts mich eigentlich?
so oft habe ich das gefühl, dass sich die gesamte welt gegen mich stellt. so oft habe ich das bedürfnis, mich in meinem zimmer zu verschanzen. türe zu. rolladen runter. decke übern kopf. stockfinster alleine mit mir und meinen absurden gedanken.
ich habe keine ahnung, was gerade schief läuft bei mir. ich bin so sensibel wie lange nicht mehr. fasse jedes wort falsch auf. jede noch so erdenklich aussage wird von meinem kopf komplett auseinander genommen. ich zerdenke jeden satz in alle möglichen richtungen und suche mir dann die schlimmste aus, um diese für die "wahrheit" abzustempeln und daraufhin komplett in die luft zu gehen.
so, als würde in meinem kopf eine sicherung durchbrennen. und dann sehe ich nichts mehr außer schwarz. beginne die menschen in meinem umfeld grundlos zu verletzen. ich setze genau da an, wo es weh tut. und hau so lange drauf, bis dieser mensch mir sagt, dass sich das an dieser stelle mit uns erledigt hat. und wenn diese oder ähnliche worte fallen, habe ich genau das erreicht, was ich wollte.
ob bewusst oder unbewusst - bei mir hat sich die theorie, dass ich die meisterin des verscheuchens bin, eingebrannt. jeder mensch, der in mein leben tritt, verschwindet kurze zeit später wieder.  
und wenn diese aussage gefallen ist, kommt das 14-jährige mädchen erneut in mir zum vorschein. dieser mensch und all jene, die mit diesen in verbindung stehen, werden überall gelöscht und aus meinem virtuellen leben verbannt. facebook, whatsapp/handy, skype und was es da sonst noch gibt... und sobald das alles erledigt ist und ich dann heulend in meinem bett liege, dann wird mein kopf wieder klarer. bis ich wieder so klar denken kann, dass ich mir einfach nur mit nem brett gegen den kopf schlagen kann.

"wie dumm bist du eigentlich? kannst du denn wirklich nichts, außer menschen weh tun? ist es nicht eigentlich genau das gegenteil von dem, was du eigentlich willst?"

und dann sitze ich da und weine. weine mir die seele aus dem leib und weiß nicht, was ich nun tun soll. es tut mir so unendlich leid. das wollte ich nicht. doch das kannst du dem dann ja in diesem moment auch nicht schreiben. oder doch?
ich tat es. und es kam die liebste nachricht zurück, die ich wahrscheinlich jemals in solch einer situation bekommen habe. und mir stockt immer noch der atem, wenn ich daran denke.
wie kann ein mensch so lieb sein? schließlich kennt er mich nicht. nicht so richtig.
und seine frau kann sich sehr sehr glücklich schätzen, so einen tollen menschen an ihrer seite zu wissen.
und vielleicht ist es genau das, was mich unterbewusst so zur wut gebracht hat und dazu "gezwungen" hat, so extrem zu reagieren... auch wenn ich der festen überzeugung bin, niemals heiraten zu wollen und ich derzeit sehr weit von dem wunsch, kinder zu bekommen, abgerückt bin, schaue ich mit einem neidischen auge auf diese zwei menschen.

und währenddessen sitze ich hier daheim und bin frustiert darüber, dass er im urlaub ist und ich mein leben scheinbar nicht alleine auf die reihe bekomme.
wieso zur hölle bin ich denn so unglaublich abhängig von einem anderen menschen? ich möchte das nicht... ich möchte mich nicht nur komplett und vollständig fühlen, wenn du in meiner nähe bist. ich möchte deine liebe immer in mir spüren und auch alleine ich selbst sein können.
aber wie funktioniert das eigentlich? dieses "ich selbst sein"?
ich habe darauf noch keine antwort finden können. ich habe derzeit das gefühl, dass sich alles noch einmal grundlegend ändert. und ich weiß damit nicht umzugehen. ich warte auf den moment, in dem ich mit mir selbst im reinen bin. aber wieso eigentlich "warten"? wieso versuche ich nicht einfach einmal etwas aktiv dafür zu tun?
ich weiß es einfach nicht... ich kann doch nicht mein leben vor dem laptop verbringen und einfach nichts machen. am liebsten würde ich mich gerade mit sehr viel schokolade in mein bett verkrümeln, weinen und mich im selbstmitleid suhlen. doch das funktioniert so nicht mehr.
ach, ich hab auch keine ahnung wozu diese worte gerade sind. und ob sie überhaupt sinn ergeben. ob überhaupt irgendetwas in meinem leben sinn ergibt...

hör schon auf, chrissie. hör auf immer alles und jeden in frage zu stellen. hör auf damit. du machst dir dein leben damit unnötig schwer. wie hat der s. gestern gesagt? du bist eine tolle, junge und attraktive frau und die männer müssten schlange stehen! vergiss diese idioten von männern, die dir dein selbstvertrauen genommen haben. schieb sie gedanklich aufs abstellkreis und vertrau auf dich! find dich schön und attraktiv. setz dein schönstes lächeln auf und beförder diese schwachköpfe mit einem gewaltigen arschtritt aus deinem leben! sie haben es nicht verdient, dass du dich deswegen klein machst. und das karma siegt. und irgendwann wird sich das leben bei ihnen rächen. 
und schau, die zweieinhalb wochen sind bald um! dein f. kommt bald wieder. er hat es dir versprochen! er hat gesagt, er kommt zu dir wieder und das er dich liebt. hör auf zu zweifeln, egal was da mit seiner "besten freundin" war und was da mit dieser "neuen" in den osterferien war. vertrau diesem menschen. dieser mensch hat sich gerettet. er hat dein gebrochenens herz genommen und es geheilt. nicht ganz. doch einen großen teil. - und nun bist du an der reihe! krieg deinen arsch hoch und los! rette den rest von deinem herzen und flick deine seele endlich wieder zusammen. das leben steht vor der tür und liebt dich! losloslos!
liebe dem leben entgegen! 
denke an das konzert von pohlmann am 18.12.15 und nehm es als anstoß! das war im sommer dein plan. es war dein halt und ankerpunkt. dieser konzert ist den seelenheil! vergiss das nicht. du schaffst das. 


"Doch es ist alles noch da, zwar nichts wie es war. 
Bist dir im Grunde genommen nur kurz abhanden gekommen. 
Vertrau deiner Seele, vertraue deinem Herz. 
Gib dir diese Runde, nimm Abstand und gesunde: 
jetzt und in der Stunde deines Lebens,… und sag: ja!!! 

Wolltest du die Welt verändern und bemerkst, dass sie dich verändert hat? 
Zwischen dir und dem, der aus dir wird, brauchte es nur etwas Platz. 
Keine deiner Kämpfe musstest du umsonst bestehen: sie sind Teil deiner Liebe, sie werden das Dunkel überstehen. 
Doch kein Wort, das aus Erfahrung spricht, hätte jetzt noch bei dir Gewicht.
Alle deine Räder müssen stehen in der Tiefgarage der Ideen."

Pohlmann - Geplatzer Knotzen 

11 Dezember 2015

und vielleicht brauche ich das einfach. diese schreiben. dieses aufschreiben meiner gedanken. dieses sortieren der wirren bilder in meinem kopf. dieses zusammenfassen und reflektieren meiner gefühle. und zwar genau hier und jetzt. mit diesem blog.

mein größter wunsch ist es, später in einer krippe, vorzugsweise in der waldorf- oder naturpädagogik, zu arbeiten. mit babys und kleinkindern. mit solch lieben und unschuldigen geschöpfen.
so schön ich derzeit die arbeit in der grundschule auch finde, so sehr fehlen mir diese kleinen zwerge. nun gut, die "großen" tragen keine windeln mehr und erbrechen sich eher selten mitten in der einrichtung, brauchen niemanden, der sie ewig lange trägt und großartig beschäftigt, doch irgendwie fehlt mir der draht zu diesen kindern. beziehungsweise das "herzblut". ich mach das gerne. ich kann das auch ganz gut und ich würde wahrscheinlich im späteren leben auch eine gewisse zeit dort arbeiten können, aber ich bin nie komplett bei der sache. nicht mit liebe und nicht mit absoluter leidenschaft, die aus meiner seele stammt.
ich weiß nicht genau wieso. aber der u3 bereich des erzieher daseins hat mich absolut in seinen bann gezogen.
aber hey, es ist nur noch eine woche... dann sind ferien. ich werde zwar alleine sein, weil er weg ist, aber wird schon. ist schon ok. ich werde es überleben.
diese woche war einfach so wahnsinnig anstrengend und ich bin einfach komplett am ende meiner kräfte. diese schmerzen in meiner schulter machen mich verrückt und rauben mir den letzten nerv. aber ab nächster woche habe ich dann physiotherapie. hoffentlich wird es dann endlichendlich besser... ich halt das einfach nicht mehr aus.


und eigentlich wollte ich noch einmal diese gesamte "trennung" beziehungsweise diese "pause" review passieren lassen. diesen schmerz, den ich die letzten monate erfahren musste.
als du mich damals plötzlich anriefst, voll am ende und weinen und mich fragtest, ob du nach der arbeit zu mir kommen könntest. klar konntest du.
für mich war in jenem moment nicht ganz klar, was los sein könnte. ich stellte mir wirklich alles vor, da er das wochenende zuvor bei seinem vater war und es dort feiertechnisch manchmal etwas mehr ist.
also mahlte ich mir alles erdenkliche aus. das du wen anderes kennengelernt hast - das du mir fremd gegangen bist - das irgendwas mit deinem vater etwas nicht stimmte - das irgendwas auf arbeit passiert ist... alles, bloß nicht das, was letztlich zu sprache kam.
für mich war es absolut unbegreiflich... ich habe es einfach nicht verstanden. saß stumm auf meinem bett. während du mir erklärtest, unter tränen, dass es nicht mehr geht. das du nicht mehr mit mir zusammen sein kannst und das du dich selbst nicht mehr wieder erkennst.
es tat zwar weh. doch von dieser plötzlichen wendung, war ich komplett taub. stumm. wie in watte eingehüllt. in meinem kopf und diesem ende gefangen.
es hat eine ganze weile gedauert, bis ich da raus kam. letztlich hätte ich mir gewünscht, länger als nur zwei wochen in dieser tristen lautlosigkeit gefangen zu sein. denn das erwachen war grausam. es war so dermaßen schmerzhaft und hat mich innerlich so zerrissen, als plötzlich dieser gedanke ganz klar vor meinen augen zu erkennen war: das mit uns ist vorbei. zu ende. auf nimmer wieder sehen.

das ist nun gute sieben monate her...
sieben monate voller enttäuschung, tränen, abscheulichen gedanken, sex, hass, freude, purer liebe, vielen gesprächen, ehrliche worte und zich lügen liegen hinter uns.
es hat sich letztendlich nach dieser "trennung" mehr nach einer beziehung angefühlt als davor... haben uns viel gesehen. ok, so etwas ist halt nicht ausschließen, wenn man die selbe ausbildung macht und zudem noch in einer klasse ist und nebeneinander sitzt.
aber auch privat. wir haben uns so oft gesehen, wie noch nie zuvor. haben so viele dinge zusammen ausprobiert, die vorher undenkbar waren.
als wir damals zusammen kamen, hast du mich gerettet. hast mich vor dem ertrinken bewahrt und während dem freien fall sanft aufgefangen. du hast jedes teil meines zertrümmerten herzens mit deinen händen aufgesammelt und stück für stück wieder zusammen gesetzt.
ich habe noch nie einem menschen so instinktiv vertraut. noch nie zu vor habe ich mich einem menschen so nah und verfallen gefühlt...

und nun... nun sind diese sorgen weg. ok. weg sind sie nicht. mein vertrauen hast du gebrochen. sehr sogar. diese lügen haben mich zerstört. erneut.
und doch habe ich dir immer verziehen. dich geliebt. absolut bedinungslos und vom ganzen herzen.

"und wenn man es genau nimmt, dann sind wir ja irgendwie auch in einer beziehung..."

und wenn man es ganz genau nimmt, sind wir das nun wieder. seit heute. und irgendwie weiß ich nicht, wie ich das finden soll.
ich freue mich. sehr. du bist ein so wichtiger teil in meinem leben und bist mein fels in der brandung. mein licht in der dunkelheit. und mein kompass bei schlechter sicht.
doch die letzten monate waren schwer... sehr schwer. und gerade läufts einfach nicht so, wie es sollte. aber ich hoffe sehr, dass mein kopf bald zur ruhe kommt und ich dieses glück nutzen kann...

danke... danke für alles.

09 Dezember 2015

und nie hätte ich gedacht, dass ich jemals wieder worte in einem online tagebuch verfassen würde. wahrscheinlich wird es ohnehin damit enden, dass ich nun ein, zwei zeilen schreibe und dann doch wieder mangels energie, motivation und interesse aufhöre.

denn gerade weiß ich nicht, was los ist. insgesamt läuft das leben an mir vorbei.
schmerzen in der schulter wegen einer entzündung. physio beginnt nächste woche. hoffentlich wird es besser. sonst muss ich ins mrt. und darauf habe ich ehrlich gesagt gar keine lust.
dazu kommt mein praktikum. welches mir zwar mit blick auf die arbeit spaß und freude bereitet, aber mit dem blick aufs team bzw auf meine anleitung nur kummer, frust und sorgen bereitet. ich fühle mich so wenig ernst genommen wie noch nie zuvor in meinem leben. aber nicht nur in meinem beruf. sondern auch insgesamt. von allen und jedem.
"ach, das wird schon...", "so schlimm ist das doch nun auch wieder nicht...", "es gibt doch viel schlimmeres"... etc.
natürlich. es gibt immer etwas, was schlimmer ist. und es wird auch immer menschen geben, denen es viel mieser geht als mir. die ernsthafte probleme haben. die in kriegsgebieten leben, unheilbar krank sind, auf der straße leben müssen, die täglich qualen und angst leiden... natürlich gibt es diese menschen und diese schweren, grausamen und traurigen schicksale. und natürlich, wenn ich meine bedürfnisse und probleme mit dessen vergleiche, dann sind meine nichtig und von keiner relevanz.
doch wenn ich nur mich, ganz alleine mich und meine seele betrachte, dann habe ich gerade das gefühl an allem zu zerbrechen.

es gibt da diesen menschen in meinem leben, der mich gerettet hat. der meinem leben einen sinn gegeben hat. der mich kurz vor aufprall auffing.
als ich mich damals nach langen, furchtbaren eineinhalb jahren von meinem damaligen freund trennen konnte, als ich endlich den mut gepackt habe, diesen schritt zu wagen, da war er da. dieser wundervolle mensch, den ich zuvor schon zwei jahre meinen freund nennen konnte. neben dem ich zwei jahre in der schule saß. den ich von anfang der ausbildung an interessant, charmant und gutaussehend fand.
und plötzlich kam da mehr. durch dieses abschlussprojekt. durch sein versprechen, mir bananenbrot zu backen, damit es mir besser geht.
und dann war da dieser freitag. als ich auf dem parkplatz vor einer pizzeria stand und mit ihm schrieb. und er mir bei seinen mitbewohnern die herzförmige backform "reservierte" und wir abmachten, dass ich morgen gegen zwei vorbei kommen kann.
und dann war da dieser besagte tag. und irgendwie, so wie eigentlich immer bei mir, war ich viel zu früh startklar und stand schon um eins vor seiner türe. er kam nach unten. öffnete mir die türe. mit leicht nassen und geöffneten haaren. diese haare... ich habe sie die zwei jahre schon verdammt geliebt und ihn um diese haarpracht beneidet. und da stand er dann vor mir. zum ersten mal mit offenen haaren und mir stand die sprachlosigkeit ins gesicht geschrieben.
das bananenbrot war natürlich noch nicht gebacken. so haben wir dies gemeinsam getan...
später irgendwann. wir saßen auf seinem sofa. haben viel geredet. gelacht. herumgealbert. und wie es für mich so typisch ist, hab ich mich irgendwann hingelegt. ich liege einfach so wahnsinnig gerne...
und dann irgendwann beim herumalbern küssten wir uns. einfach so.
ich kann gar nicht in worte fassen, wie wahnsinnig schön dieser kuss war... und wie sehr er mich überrumpelt hat. ich war so fassungslos und geflasht, dass ich daraufhin eine ewigkeit neben ihm lag und nichts sagen konnte...
ich meine. ich kenne diesen menschen doch kaum und küsse den einfach? so kurz nachdem wir beide aus einer beziehung sind...

.... irgendwann gehts weiter. mein kopf zerstört mich.