2016.
13. august
da standen wir. auf diesem feld. über uns das himmelszelt. tausende von sternen. doch an jenem abend sah ich keine sternschnuppen. ich war enttäuscht. traurig. sauer. am boden zerstört. und von schmerzen in meiner schulter geplagt.
nach kurzer zeit verlor ich den mut. wir gingen heim. "ich glaube, das jahr 2016 wird nicht besser... eher im gegenteil: es kann nur schlechter werden"
wir saßen im garten. rauchten. und am liebsten wäre ich heulend zusammen gebrochen.
als ich plötzlich diese eine riesen große sternschnuppe am himmel.
und in dem moment brach ich in tränen aus. konnte meine gedanken kaum klar ordnen. meine gedanken schrien mich an. es war so unerträglich laut.
ich hatte angst. panische angst vor meiner zukunft. vor dem jahr 2017. genau deswegen wollte ich nicht, dass dieses jahr zu ende ging. ein halbes jahr lief ich mit schmerzen in meiner schulter rum. ging von arzt zu arzt, habe medikamente bis zum erbrechen genommen (inkl. cortison spritzen), bekam mehrere monate physio. und doch änderte sich nichts. bis zu diesem augenblick wusste ich gar nicht, wie wertvoll das leben ist, wenn man "gesund" ist. bzw. sich körperlich zumindest fit fühlt.
doch unabhängig von meinem körperlichen zustand zermürbte mich die frage, was sein wird, wenn dieses jahr zu ende ist. wenn ich mein bewerbungszeugnis in den händen halte. meine themenarbeit schreiben muss. meine abschlussarbeiten anstehen. und was ist, wenn ich meinen abschluss in der tasche habe.
ich wusste es nicht. ich war vollkommen ahnungslos. die frage, ob ich wirklich noch studieren möchte. wohin es gehen soll. ob ich nicht doch besser dran wäre, wenn ich hier bleibe. und wenn ich nicht lieber doch arbeiten gehe? und was ist mit diesem menschen an meiner seite? mein kopf gab keine ruhe. und ich heulte einfach.
vor lauter stimmen in meinem kopf vergaß ich mir etwas zu wünschen.
und dann war da dieser moment. am 25. dezember
dieser moment, als ich im zug zu einem menschen saß, den ich bis dahin nur über das internet kannte. ich wusste nicht, was mich erwarten würde.
tausend gedanken sprangen durch meinen kopf.
doch als ich dann in bonn ankam merkte ich, wie mein herz ein wenig ruhiger schlug. meine gedanken sich sammelten und tief in die unterste schublade meines unterbewusstseins verstaut wurden. da war es wieder. dieses gefühl von "ich bin zuhause", "ich bin angekommen"
ich stieg aus. setze mich vor den bahnhof. rauchte eine zigarette. und wartete.
diese woche war so ein wahnsinniger seelenheil. all meine sorgen und ängste waren plötzlich wie weggeblasen. jedes mal, wenn dieser mensch mich fragte, ob alles gut sei, konnte ich ehrlich mit einem "ja" antworten und einem lächeln auf meinem lippen. und meinem herzen.
als wir an dem einen abend auf dem balkon saßen passierte etwas, von dem ich niemals geglaubt hätte, das es passiert. da war einfach so eine sternschnuppe am himmel. und mein herz begann im selben augenblick munter zu schlagen. mein kopf war sprachlos. und dieses mal vergaß ich nicht mir etwas zu wünschen.
2016 habe ich so vielen menschen weh getan, weil mein kopf nicht in der lage war, meine zukunfts und existenzängste von meinen freundschaften zu differenzieren. jedes mal habe ich ein ventil gesucht, an dem ich meine schlechte laune rauslassen kann. und jedes mal traf es menschen, die es nicht verdient haben so wegen mir zu leiden.
... und plötzlich wurde mir klar, dass ich die zügel selbst in den händen halte. das ich selbst für mein glück verantwortlich bin. das ich es nur wirklich wollen muss. ich hoffe sehr, dass ich in der lage bin, diese negativen emotionen von mir abzuschütteln. und glücklich zu werden. mich mehr über das leben zu freuen.
denn eigentlich möchte ich glauben, dass alles aus einem grund passiert und alles irgendwie wichtig ist, um voran zu kommen. das leben geht weiter. das tut es immer. doch gerade brauche ich eine kleine verschnaufpause, um wieder kraft zu tanken und weiterzumachen.
... ein halbes jahr später. juni 2017.
heute kommt mir der gedanke, dass ich gerne meinen gefühlen und emotionen in form eines beitrages auf diesem blog verschriftlichen möchte. und lese diesen gespeicherten eintrag. und die verschiedensten und wirrsten gedanken springen durch meinen kopf. ich vermisse diesen menschen so sehr. er fehlt mir jeden tag mehr. doch nun sitze ich hier, versuche seit dreieinhalb monaten meine alte beziehung zu flicken und wieder diese leichtigkeit von vor drei jahren zu spüren.
meine prüfungen habe ich hinter mir, doch die angst bleibt. was wird sein ab august? september? es bestünde die möglichkeit, ab september im waldorfkindergarten in der nachmittagsbetreuung zu arbeiten. ein kindergarten, den ich sehr ins herz geschlossen habe. sowohl die kollegen als auch die kinder und deren eltern. ich habe mich noch nie irgendwo so wohl gefühlt. zumindest so arbeitstechnisch. aber von 450 euro kann man nun einmal nicht leben. und so muss ich wohl oder übel in den sauren apfel beißen und mich quasi nackt vor dem amt präsentieren... yay.
13. august
da standen wir. auf diesem feld. über uns das himmelszelt. tausende von sternen. doch an jenem abend sah ich keine sternschnuppen. ich war enttäuscht. traurig. sauer. am boden zerstört. und von schmerzen in meiner schulter geplagt.
nach kurzer zeit verlor ich den mut. wir gingen heim. "ich glaube, das jahr 2016 wird nicht besser... eher im gegenteil: es kann nur schlechter werden"
wir saßen im garten. rauchten. und am liebsten wäre ich heulend zusammen gebrochen.
als ich plötzlich diese eine riesen große sternschnuppe am himmel.
und in dem moment brach ich in tränen aus. konnte meine gedanken kaum klar ordnen. meine gedanken schrien mich an. es war so unerträglich laut.
ich hatte angst. panische angst vor meiner zukunft. vor dem jahr 2017. genau deswegen wollte ich nicht, dass dieses jahr zu ende ging. ein halbes jahr lief ich mit schmerzen in meiner schulter rum. ging von arzt zu arzt, habe medikamente bis zum erbrechen genommen (inkl. cortison spritzen), bekam mehrere monate physio. und doch änderte sich nichts. bis zu diesem augenblick wusste ich gar nicht, wie wertvoll das leben ist, wenn man "gesund" ist. bzw. sich körperlich zumindest fit fühlt.
doch unabhängig von meinem körperlichen zustand zermürbte mich die frage, was sein wird, wenn dieses jahr zu ende ist. wenn ich mein bewerbungszeugnis in den händen halte. meine themenarbeit schreiben muss. meine abschlussarbeiten anstehen. und was ist, wenn ich meinen abschluss in der tasche habe.
ich wusste es nicht. ich war vollkommen ahnungslos. die frage, ob ich wirklich noch studieren möchte. wohin es gehen soll. ob ich nicht doch besser dran wäre, wenn ich hier bleibe. und wenn ich nicht lieber doch arbeiten gehe? und was ist mit diesem menschen an meiner seite? mein kopf gab keine ruhe. und ich heulte einfach.
vor lauter stimmen in meinem kopf vergaß ich mir etwas zu wünschen.
und dann war da dieser moment. am 25. dezember
dieser moment, als ich im zug zu einem menschen saß, den ich bis dahin nur über das internet kannte. ich wusste nicht, was mich erwarten würde.
tausend gedanken sprangen durch meinen kopf.
doch als ich dann in bonn ankam merkte ich, wie mein herz ein wenig ruhiger schlug. meine gedanken sich sammelten und tief in die unterste schublade meines unterbewusstseins verstaut wurden. da war es wieder. dieses gefühl von "ich bin zuhause", "ich bin angekommen"
ich stieg aus. setze mich vor den bahnhof. rauchte eine zigarette. und wartete.
diese woche war so ein wahnsinniger seelenheil. all meine sorgen und ängste waren plötzlich wie weggeblasen. jedes mal, wenn dieser mensch mich fragte, ob alles gut sei, konnte ich ehrlich mit einem "ja" antworten und einem lächeln auf meinem lippen. und meinem herzen.
als wir an dem einen abend auf dem balkon saßen passierte etwas, von dem ich niemals geglaubt hätte, das es passiert. da war einfach so eine sternschnuppe am himmel. und mein herz begann im selben augenblick munter zu schlagen. mein kopf war sprachlos. und dieses mal vergaß ich nicht mir etwas zu wünschen.
2016 habe ich so vielen menschen weh getan, weil mein kopf nicht in der lage war, meine zukunfts und existenzängste von meinen freundschaften zu differenzieren. jedes mal habe ich ein ventil gesucht, an dem ich meine schlechte laune rauslassen kann. und jedes mal traf es menschen, die es nicht verdient haben so wegen mir zu leiden.
... und plötzlich wurde mir klar, dass ich die zügel selbst in den händen halte. das ich selbst für mein glück verantwortlich bin. das ich es nur wirklich wollen muss. ich hoffe sehr, dass ich in der lage bin, diese negativen emotionen von mir abzuschütteln. und glücklich zu werden. mich mehr über das leben zu freuen.
denn eigentlich möchte ich glauben, dass alles aus einem grund passiert und alles irgendwie wichtig ist, um voran zu kommen. das leben geht weiter. das tut es immer. doch gerade brauche ich eine kleine verschnaufpause, um wieder kraft zu tanken und weiterzumachen.
... ein halbes jahr später. juni 2017.
heute kommt mir der gedanke, dass ich gerne meinen gefühlen und emotionen in form eines beitrages auf diesem blog verschriftlichen möchte. und lese diesen gespeicherten eintrag. und die verschiedensten und wirrsten gedanken springen durch meinen kopf. ich vermisse diesen menschen so sehr. er fehlt mir jeden tag mehr. doch nun sitze ich hier, versuche seit dreieinhalb monaten meine alte beziehung zu flicken und wieder diese leichtigkeit von vor drei jahren zu spüren.
meine prüfungen habe ich hinter mir, doch die angst bleibt. was wird sein ab august? september? es bestünde die möglichkeit, ab september im waldorfkindergarten in der nachmittagsbetreuung zu arbeiten. ein kindergarten, den ich sehr ins herz geschlossen habe. sowohl die kollegen als auch die kinder und deren eltern. ich habe mich noch nie irgendwo so wohl gefühlt. zumindest so arbeitstechnisch. aber von 450 euro kann man nun einmal nicht leben. und so muss ich wohl oder übel in den sauren apfel beißen und mich quasi nackt vor dem amt präsentieren... yay.
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